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Der VW-Abgas-Skandal Auswirkungen auf Verbraucher, Werkstätten, Anwälte und Sachverständige

Die Abgasaffäre, welche unter dem Titel „VW-Abgas-Skandal“ in der Presse erscheint, hält die Branche nach wie vor in Atem und zunehmend ergeben sich Fragestellungen für Sachverständige und Prüfingenieure. Anfragen von Kunden und Gerichten an KFZ-Sachverständige häufen sich mit der Fragestellung: „Können Sie ein Gutachten über die Auswir-kungen der von VW angeordneten Nachrüstung erstellen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Veränderungen der Leistung und des Verbrauchs?“, bis hin zu Fragen, inwieweit sich der Wert des Fahrzeuges negativ verändern wird. Ein Blick in die Fachveröffentlichungen zeigt das Dilemma, in dem sich auch der Sachverständige befindet. Die genauen technischen Abläufe und die Auswirkungen nach einer Umrüstung sind wenig bekannt und daher auch dem Sachverständigen für eine gutachterliche Stellungnahme nicht unbedingt zugänglich. Gleichwohl sind die Sachverständigen gefordert, sich mit den technischen Grundlagen, den Auswirkungen und den sich anschließenden Fragestellungen auseinanderzusetzen, um auch in diesem Bereich sachverständig Stellung nehmen zu können. Folgt man den ADAC-Tests für den VW Golf Variant 1.6 TDI, mit 77 kw, dem Polo 1.2 TDI mit 55 kw und dem Golf 2.0 TDI mit 103 kw so ergibt sich hier die Aussage, dass sich die mittlere Leistung sowie das mittlere Drehmoment nach der Umrüstung eher verbessert haben und sich im Bereich der NOX- und CO2 Messung keine gravierenden Abweichungen zur Norm ergeben und damit auch im Hinblick auf den zu erwartenden Verbrauch keine negative Änderung. Gleichwohl wird publiziert, dass möglicherweise AGR-Schäden nach dem Update zu erwarten sind. Fahrverbote für Diesel und der „Tod“ des Dieselantriebs werden vorausgesagt. Um ein wenig Licht in das Gezerre der Meinungen zu bringen, unternehmen der BVSK und die AWG mit dem Frühjahrssymposion den Versuch fundiertes Fachwissen, qualifizierte Aussagen zur Marktentwicklung, sowie rechtliche Grundlagen zu vermitteln. Es werden Argumentationshilfen für Rechtsanwälte und Autohäuser formuliert.

Seminarreihe Niederbayern

Seit bereits vielen Jahren pflegt die BVSK-Akademie eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Plöchinger. Als am Standort Plattling, in der Mitte liegend zwischen Regensburg und Passau, eine neue und attraktive Immobilie hinzugekommen ist, haben wir dies zum Anlass genommen unser Seminarangebot im niederbayrischen Raum zu erweitern.

Zum bereits obligatorischen Nutzfahrzeugseminar bieten wir ein umfassendes Spektrum an Theorie- aber auch an Praxisseminaren an.

Nach dem Start im Jahr 2015 mit fünf Seminaren, haben wir unser Angebot bereits 2016 umfangreich erweitert, um auch die Sachverständigen im südöstlichen Deutschland mit einem ausgewogenen Fortbildungsprogramm regional erreichen zu können. Im Jahr 2017 werden wir unser Seminarangebot weiter ausbauen.

Alle verwaltungstechnischen Vorgänge laufen wie gewohnt über das Seminarzentrum in Kottenheim. In Plattling können Sie selbstverständlich das gleiche hohe Veranstaltungsniveau erwarten, welches Sie von Seminaren der awg gewohnt sind. Wir würden uns freuen, Sie zu einigen der genannten Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Folgende Seminare sind 2017 für den Standort Plattling vorgesehen

  • Reifenschäden am 07.04.2017 (280 EUR)
  • Reifendruckkontrollsysteme am 23.06.2017 (310 EUR)
  • Lackiertechnik am 28.09.2017 (280 EUR)
  • Fotografie Technik am 29.09.2017 (280 EUR)
  • Kombinationsseminar Nutzfahrzeuge am 16.-17.11.2017 (520 EUR)

Alle Seminare können Sie in unserem Veranstaltungsprogramm detailliert ansehen.

Ausbildungsgang "Lack-Sachverständiger"

Die Fahrzeuglackierung ist aktuell ein durch Innovationen geprägtes hochkompliziertes Produkt. Sie muss extrem hohe Anforderungen bezüglich des Oberflächenschutzes in allen Lebenslagen und über lange Zeit bei entsprechend brillanter Optik erfüllen.

Die Optik der Lackierung ist die Kenngröße, die durch den Fahrzeughalter am ehesten prüfbar und für denselben oftmals auch am wichtigsten ist. Hierdurch sind Streitigkeiten vor Gericht quasi vorprogrammiert und innerhalb solcher Auseinandersetzungen werden regelmäßig Sachverständige beauftragt, die die Mängel der Lackierung einer technischen Begutachtung unterziehen sollen.


Die Lacksachverständigenausbildung kann als umfassende Veranstaltung zum Thema Lackierungen in der Fahrzeugtechnik angesehen werden. Sämtliche für den Kfz-SV relevanten Themen werden praxisorientiert vermittelt und zu allen Inhalten werden ausführliche Dokumentationen in digitaler- und/oder Papierform ausgegeben.

Das Seminar gliedert sich in drei Blöcke zu zwei Tagen und findet an drei verschiedenen Veranstaltungsorten statt:

  • Block I: awg Seminarzentrum Kottenheim
  • Block II: Institut für Lacke & Farben Magdeburg
  • Block III: Spies Hecker Training Center Köln

Durch diese Zusammenstellung ist eine neutrale und intensive Betreuung der Teilnehmer, sowohl bezüglich der theoretischen Lerneinheiten als auch in den Praxisteilen gewährleistet. Das Wissen der Teilnehmer wird im Anschluss an die Veranstaltung geprüft und mit dem Zertifikat Lacksachverständiger entsprechend hochwertig abgeschlossen.

Der Beginn des ersten Tages pro Block wird den Teilnehmern jeweils rechtzeitig bekannt gegeben. Veranstaltungsende wird jeweils um etwa 16:30 Uhr sein. Die Zeitangaben im Lehrplan sind als grobe Richtlinie zu verstehen, da sich die Veranstaltungszeiten nach den betrieblichen Gegebenheiten des jeweiligen Veranstaltungsortes richten.

Den Lacksachverständigen wird durch die BVSK-Akademie regelmäßig die Möglichkeit zur Weiterbildung angeboten.